Münchens grüner OB verhängt bis zu 50.000 Euro Strafe für Wasserverschwendung: Doch die entscheidenden Daten fehlen

Bild: Wikipedia von Andreas Gregor
Liebe Leserinnen und Leser,
dass die Grünen in München eine Hochburg haben, liegt wohl daran, dass die Superreichen, die mit ihren SUVs durch die Stadt brausen und sich auch ansonsten einen Dreck für die Umwelt interessieren, ihr schlechtes Gewissen dadurch beruhigen, dass sie grundsätzlich „grün“ wählen. Man kann sich ja dann im Freundes- und Bekanntenkreis damit rühmen, etwas für Natur, Umwelt und fürs Klima zu tun.
Sorry, Sie verstehen die Logik nicht? Ich auch nicht. Um die zu verstehen, müssen Sie der Bussi-Bussi-Gesellschaft oder, anders ausgedrückt, der Münchener Schickeria angehören.
Nun aber ist er da, der Super-Gau. Damit hat man nicht gerechnet: Ein Grüner wurde zum OB gewählt und sofort fängt es mit der grünen Verbotswut an. Die greift auch dann, wenn man gar nicht so recht weiß, ob das überhaupt sinnvoll ist, zumal die Vergleichsdaten fehlen.
Keine Berufserfahrung aber Verbotspolitik. Das ist grün
Dass auch dieser Grüne niemals produktiv gearbeitet hat, sei nur nebenbei bemerkt. Immerhin hat er sein Studium abgeschlossen, ist aber danach sofort in die Politik gewechselt.
Huch, im Sommer hat es mal weniger geregnet. Früher freuten sich die Münchener darüber, flohen in die kühleren Höhen der bayerischen Berge oder aber sie genossen die vielen Badeseen in München und im Umland.
Heute muss der neue OB natürlich sofort Verbote mit Strafandrohungen bis zu 50.000 Euro erlassen. Und das, obwohl es, genau betrachtet, gar keine Wasserknappheit gibt.
Nur Verbote — zu mehr reicht es bei Grünen nicht!
Die Allgemeinverfügung untersagt unter anderem das Befüllen und den Betrieb privater Pools, das Bewässern von privaten Rasen- und sonstigen Grünflächen – Sportplätze und öffentlich genutzte Flächen sind davon ausgenommen. Verboten ist das Autowaschen außerhalb gewerblicher Waschanlagen sowie das Abpumpen von Wasser aus Seen, Flüssen und Gräben.
Auch das Bewässern von Haus- und Kleingärten ist zwischen 9 und 19 Uhr verboten – außer bei wassersparender Tröpfchenbewässerung. Die Regeln gelten laut br.de zunächst bis zum 1. August 2026 und können verlängert werden.
Mehr dazu findet sich in vielen Zeitungen und Medien und auch in einem NIUS-Artikel, den ich hier auszugsweise wiedergebe:
Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) begründet die Maßnahmen mit einer außergewöhnlichen Belastung der Wasserversorgung. „Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens derzeit äußerst strapaziert“, erklärte er. Bereits Ende Juni hatte Krause von einer seit den frühen 1970er-Jahren „nicht dagewesenen Ausnahmesituation“ gesprochen und eine „Taskforce“ angekündigt, die die Wasserknappheit bekämpfen werde.
Wie außergewöhnlich der von der Stadt angeführte Wasserverbrauch tatsächlich ist, bleibt allerdings offen.
Die Stadtwerke München veröffentlichen weder historische Tageswerte noch Vergleichsreihen oder Angaben zu Netzverlusten. Damit lässt sich nicht nachvollziehen, wie sich der aktuelle Verbrauch im Vergleich zu früheren Sommern entwickelt hat oder welchen Anteil mögliche Leitungsverluste haben. Auf eine NIUS-Anfrage erklärte ein Sprecher der Stadtwerke, entsprechende Vergleichsdaten könne man „aus dem Stegreif“ nicht liefern. Ob diese Daten nachgereicht werden, blieb offen.
Im Mangfalltal, aus dem ein Großteil des Münchner Trinkwassers stammt, zeigen die Messdaten des Bayerischen Landesamts für Umwelt seit vielen Monaten einen weitgehend konstanten Verlauf. Im vergangenen Herbst stieg der Pegel sogar dauerhaft leicht an. Ein zusätzlicher Einbruch, der den aktuellen Sparappell erklären würde, ist nicht erkennbar.
Tja, liebe Bussi-Bussi-Deppen: Hättet ihr doch lieber nachgedacht, bevor ihr Euren eigenen Spaßverderber wählt.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann