Wetterwarnungen retten Leben

Es bahnt sich etwas an …

Wetterwarnungen retten Leben

Heute, am 29.09.2025, gibt der staatliche Wetterdienst in Spanien, AEMET, eine Wetterwarnung für fast die gesamte Ostküste von Spanien heraus. Dabei sind zwei Gebiete sogar mit der höchsten Warnstufe (rot) gekennzeichnet: Valencia und Tarragona. Bei uns in Mazarrón ist es „nur“ die gelbe Stufe.

Wer sich noch an das letzte Jahr im Herbst erinnert, weiß, dass es seinerzeit in der Region Valencia fürchterliche Verwüstungen gab und viele Menschen ihr Leben verloren, weil die Behörden viel zu spät vor den sintflutartigen Regenfällen gewarnt haben.
Das lag aber nicht an AEMET, sondern an den örtlichen Behörden, die den Handy-Alarm erst auslösten als in einigen Orten das Wasser bereits meterhoch in rasender Geschwindigkeit durch Dörfer und Orte floss.

Die Gota fria oder Dana kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche

Wollen wir hoffen, dass es diesmal glimpflich ausgeht. Es handelt sich um ein Wetterphänomen, das es schon immer gab und das hauptsächlich im Herbst auftritt. Die sogenannte „Gota fria“ oder auch „Dana“ entsteht, wenn das Mittelmeer nach einem heißen Sommer stark erwärmt ist und sich dann eine Kaltfront über das erwärmte Meerwasser schiebt. Die Google KI beschreibt dieses Wetterphänomen so:

Wie entsteht eine Gota Fría?

  1. Abtrennung der Kaltluft: Ein Teil des kalten Luftstroms in der Höhe löst sich vom Hauptjetstream ab und bildet einen isolierten „Tropfen“ kalter Luft.
  2. Warme Mittelmeerluft: Das Mittelmeer ist nach dem Sommer noch sehr warm, und feuchte, warme Luft steigt leicht auf.
  3. Konvergenz und Niederschlag: Trifft die kalte Luft auf diese warme, feuchte Luft, bildet sich instabile Luft, und es kommt zu starken Temperaturunterschieden. Die feuchte Luft kondensiert, steigt schnell auf und bildet riesige Gewitterwolken, die massive Regenfälle und Sturzfluten auslösen. 

Auswirkungen einer Gota Fría

  • Starke Regenfälle: Es können in kurzer Zeit extrem große Mengen an Niederschlag fallen, was zu Überflutungen und einem Anstieg der Flüsse führt.
  • Gewitter und Sturm: Stürme, die Hurrikan-Stärke erreichen können, sowie Hagel sind typische Begleiterscheinungen.
  • Boden- und Infrastrukturschäden: Die extremen Wassermassen können Böden überfordern, Flüsse aus dem Ufer treten lassen und die Infrastruktur stark beschädigen. 

Ich werde diesen Bericht ergänzen.

Ergänzung 30.09.2025:

Auch diesmal sind wir hier in Mazarrón mit einem blauen Auge davon gekommen. Es hat stark geregnet, sodass unser Pool nun bis zum Rand gefüllt ist, aber es wurden keinen nennenswerten Schäden gemeldet.

Anders in Saragossa und Valencia. Da hat auch diesmal das Unwetter heftig zugeschlagen. Aber man hat aus der Katastrophe vom Oktober 2024 gelernt und diesmal wurde die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt. An besonders kritischen Stellen wurden Flutsperren errichtet. Soweit wir bis jetzt wissen, gab es „nur“ Sachschäden, die aber natürlich wieder enorme Probleme bereiten werden.

Diesmal waren wohl die Ausläufer vom Ex-Hurrikan GABRIELLE der Grund für die Unwetter.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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