Justus Frantz — ein Held!

Justus Frantz
Bild: aus Wikipedia

In der heutigen Zeit, in der fast alle westlichen Politiker dazu aufrufen, gegen Putin in den Krieg zu ziehen und alle russischen Sportler und Künstler zu ächten, zeigt ein Mann Mut. Der Pianist Justus Frantz erhält im Kreml den Freundschaftsorden von Präsident Putin.

Das ist in meinen Augen wahrlich heldenhafter Mut und dazu gehört eine Menge Zivilcourage. Die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber, wie immer brav der Regierungslinie folgend, und mit einem verständnislosen Unterton. Auch andere der Mainstream-Medien berichten im Wortlaut darüber. Einer hat vom anderen abgeschrieben.

Dabei macht Frantz nichts anderes als das, was ein Mann seines Formats tun sollte. Nämlich Politik und Kultur, Kunst und Sport streng voneinander zu trennen.

«Justus Frantz leistet seit vielen Jahren einen fruchtbaren Beitrag zur Annäherung und gegenseitigen Bereicherung der Kulturen Russlands und der Bundesrepublik Deutschland», sagte der Kremlchef bei seiner Rede zur Ordensverleihung anlässlich des russischen Tags der nationalen Einheit.

Frantz war trotz erschwerender westlicher Sanktionen persönlich zur Ordensverleihung nach Russland gereist. „Das ist für mich eine große Ehre, dass ich heute hier sein kann und ich so einen wichtigen Orden habe. Das ganze Leben wollte ich russische Musik spielen und für Ihre Kultur arbeiten“, sagte der Musiker zu Putin auf Russisch. Besonders hob er dabei die Symphonien der Komponisten Peter Tschaikowsky und Sergei Rachmaninow hervor.

Und genau das ist die Aufgabe von Sport und kulturellem Austausch. Aber, wenn man die Kommentare unter den einzelnen Beiträgen der deutschen Medien zu dieser Meldung sieht, merkt man, wie sehr die Dauerhetze gegen Putin bereits Wirkung zeigt.

Auch hier noch einmal zur Erinnerung: Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs haben sich die Russen brav aus den ehemaligen Warschauer Pakt Staaten zurückgezogen. Die Nato dagegen hat sich sofort nach Osten ausgebreitet und ist mit Ihren Panzern und Raketen bis an die russischen Grenzen vorgerückt.

Wer also war der Aggressor?

Ich wünschte mir, dass noch viel mehr Personen aus Politik, Kultur und Sport, den Mut hätten, wieder mit russischen Politikern, kulturellen und sportlichen Größen Kontakt zu halten. Und ich wünschte, dass wieder viel mehr Theaterdirektoren, Opernintendanten und Sportveranstalter den Mut hätten, Aufführungen und Veranstaltungen mit russischen Künstlern und Sportlern zu organisieren.

Es wäre der erste Weg zur Wiederherstellung von Frieden und Freundschaft, die vom Westen (nicht von Russland!) aufgekündigt wurde.

Und an alle, die mich jetzt wieder als Putin Versteher, NAZI oder sonst was bezeichnen …
Ich habe meine Meinung und die werde ich sagen, selbst wenn ich der letzte bin, der das tut.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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