Tötung von Säuglingen legal?

Wie moralisch verkommen Teile der Wissenschaft inzwischen sind, zeigt diese Forderung.
Liebe Leserinnen und Leser, ist die Tötung von Säuglingen legal? Diese ungeheuerliche Frage stellen sich mehrere Wissenschaftler in dem renommierten Fachmagazin „Journal of Medical Ethics“. Sie plädieren dafür, Eltern das Töten von Säuglingen zu erlauben. Darüber berichtet Max Hoppestedt auf der Seite von anonymousnews.org. Die unglaubliche Aussage dieser „Wissenschaftler“: Babys seien noch keine „wirklichen Personen“, sondern nur „mögliche Personen“. Es zeigt uns wieder einmal, wie tief Teile der Wissenschaft inzwischen gesunken sind und wie abgrundtief schlecht die Moral solcher Leute ist.
Eltern soll es erlaubt werden, ihr Neugeborenes umbringen zu lassen
Dafür plädieren zwei Wissenschaftler. Ihre Begründung: Kindsmord sei auch nichts anderes als eine Abtreibung. Babys seien noch keine „wirklichen Personen“, sondern nur „mögliche Personen“, argumentieren Alberto Giubilini und Francesca Minerva im renommierten Fachmagazin „Journal of Medical Ethics“. Mütter und Väter sollen deshalb das Recht haben, ihren wenige Tage alten Säugling töten zu lassen, finden die Forscher.
Mit ihren Thesen lösen die Wissenschaftler weltweit große Empörung aus. „Folgen wir dieser Argumentation, dann ist es uns in Zukunft auch egal, wenn eine Mutter ihr Kind mit eine Decke erstickt“, sagt Trevor Stammers, Direktor am St. Marys University College in London.
Die Autoren setzen Neugeborene und Föten gleich, da beiden „noch die Fähigkeiten fehlen, die ein moralisches Recht auf Leben rechtfertigen.“ Ein Baby habe genau wie ein Fötus noch keinen „moralischen Status als Person“. Deshalb sei das Töten eines Babys auch nichts anderes als eine Abtreibung im Mutterleib. „Sind die Umstände nach der Geburt so, dass sie eine Abtreibung gerechtfertigt hätten, dann sollte die Abtreibung auch nach der Geburt noch möglich sein“, sagen die Wissenschaftler.
Babys seien oft eine zu große Belastung
Guibilini und Minerva fordern, dass Eltern das Leben ihres Babys beenden lassen dürfen, wenn sie sich überfordert fühlen und „wirtschaftliche, soziale oder psychologische Umstände“ es ihnen unmöglich machen, sich um ihr Kind zu kümmern. „Ein Kind zu haben, kann für manche Frauen eine unerträgliche psychische Belastung bedeuten.“ Beispielsweise wenn der Partner die werdende Mutter in der Schwangerschaft verlasse oder sich nach der Geburt herausstelle, dass das Baby behindert ist.
Das Down-Syndrom etwa werde nur in 64 Prozent der Fälle pränatal diagnostiziert. „Wird die Behinderung nicht erkannt, haben Eltern keine andere Wahl als das Baby zu behalten, obwohl sie das vielleicht nicht gemacht hätten, wenn sie von der Behinderung gewusst hätten“, sagen Guibilini und Minerva. „Die Erziehung eines Kindes mit Down-Syndrom kann für die Familien und die Gesellschaft belastend sein.“ Vor allem finanzielle Probleme würden dabei eine Rolle spielen. Mit solchen provokanten Aussagen wollen die beiden Forscher den Mord an Neugeborenen rechtfertigen.
Wie tief will die Menschheit eigentlich noch sinken?
Dass ich ausgerechnet an einem Sonntag so einen Artikel in meinem Blog schreiben muss tut weh. Und es wundert mich kein bisschen, dass man in der Mainstream-Presse und den öffentlich/rechtlichen Medien darüber so gut wie nichts liest.
Der Ko-Vorsitzende der parteiübergreifenden britischen Parlamentariergruppe zum Lebensschutz, Lord Alton, sagte der Zeitung „Catholic Herald“, die Veröffentlichung eines solchen Beitrags in einer Fachzeitschrift dokumentiere den „Morast“, in den die medizinische Ethik und die Gesellschaft geraten seien. „Persönliche Vorlieben“ hätten die Heiligkeit und die Möglichkeit zum „Anderssein von Leben“ in den Hintergrund gedrängt. Es sei schockierend, wie „Meinungsführer in medizinischen Berufen sich der traditionellen Anschauungen des Heilenden entledigt“ hätten.
Der Schriftleiter „Journal of Medical Ethics“, Julian Savulescu, sagte den Tageszeitungen „Daily Telegraph“ und „The Guardian“, die beiden Autoren hätten nach Erscheinen des Beitrags mehrere Morddrohungen erhalten. Bei der Zeitschrift sei per E-Mail eine Fülle von Beschimpfungen eingegangen, viele davon über eine Anti-Abtreibungs-Website aus den USA.
Mein Bauch gehört mir
Es ist die logische Fortsetzung der linken und grünen Forderungen, die in den 1970er Jahren immer lauter wurden. Wer erinnert sich nicht an die kreischenden Super-Emanzen, die durch die Straßen mit der Parole zogen: „MEIN BAUCH GEHÖRT MIR“. Das war in den 1970er-Jahren der zentrale Schlachtruf der Neuen Frauenbewegung im Kampf gegen den Paragrafen 218. Eingepackt wurde diese Forderung in den Ruf nach „körperlicher Selbstbestimmung“. Der Slogan forderte die Streichung von Strafen für Schwangerschaftsabbrüche und prägte historische Aktionen wie den „Stern“-Aufruf „Wir haben abgetrieben!“. Auch heute wird der Ausspruch bei Demonstrationen für reproduktive Rechte und die Reform des Abtreibungsrechts regelmäßig verwendet.
Wollen wir wirklich in einer Welt leben, in dem man menschliches Leben einfach wegwerfen kann, wenn es dem „Wunschdesign“ der Eltern nicht zu 100% entspricht? Es wird schwer, wenn nicht sogar unmöglich sein, diesen Verfall an humanen Werten aufzuhalten. Das Umkehren wird kaum möglich sein, zumal sich auch die großen christlichen Kirchen diesem widerlichen Zeitgeist unterwerfen.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann