EU-Beitritt der Ukraine

Bild Anti-Spiegel
Liebe Leserinnen und Leser, für einen EU-Beitritt der Ukraine gibt es in der Bevölkerung keine Mehrheit. Eine aktuelle Bertelsmann-Umfrage bestätigt dies eindeutig. Als Reaktion empfiehlt der Medienkonzern aber nicht etwa, diesem Bürgerwillen zu folgen. Stattdessen sei ein „vertiefter Dialog“ notwendig und eine überzeugendere „Kommunikation“. Im Klartext: Die Bürger sollen einmal mehr mit Meinungsmache verführt werden, gegen ihre Interessen zu handeln.
Teile dieses Beitrags stammen aus einem Kommentar von Tobias Riegel.
In einer Umfrage durch die Bertelsmann-Stiftung von vergangener Woche hat sich eine Mehrheit von 53 Prozent der EU-Bürger gegen einen EU-Beitritt der Ukraine ausgesprochen. In Deutschland sind laut Medien sogar 59 Prozent dagegen. 83 Prozent der Ukrainer dagegen sind für einen Beitritt. Das verwundert nun nicht besonders. Die Ukraine ist eines der korruptesten Länder der Welt. Und diese Korruption zieht sich quer durch die Bevölkerung, vom kleinen Beamten bis hinauf in die höchsten Kreise und sogar bis ins Umfeld des Präsidenten.
Mit Umfragen wird auch viel Propaganda betrieben – in diesem Text wird aber vorausgesetzt, dass die hier besprochenen Ergebnisse seriös sind. Für die aktuellen, bürgerfeindlichen Zeiten ist typisch, was der Medienkonzern Bertelsmann als Reaktion auf die erfragte Meinung vieler EU-Bürger empfiehlt:
Die Empfehlung des Medienkonzerns im Wortlaut:
„Politische Entscheidungsträger sollten klar vermitteln, warum es sich langfristig auszahlt, in die Ukraine zu investieren. (…) Während die Bürger in der Ukraine ihren nationalen Widerstand auch als Verteidigung der EU sehen und sich eine rasche Mitgliedschaft wünschen, bleibt in der Union die Skepsis spürbar. Um dieser wachsenden Distanz entgegenzuwirken, braucht es einen vertieften Dialog zwischen Politik und Bevölkerungen sowie die überzeugende Kommunikation des gemeinsamen strategischen Ziels der vollständigen Integration der Ukraine in EU-Strukturen.“
(Die vollkommen verblödenden Gender-Sternchen wurden aus dem Originalbeitrag entfernt)
Tobias Riegel meint dazu:
Die Meinung der Ukrainer zum EU-Beitritt deckt sich mit der Meinung zahlreicher Entscheidungsträger in der EU. Die Distanz, der Bertelsmann „entgegenwirken“ möchte, ist also mutmaßlich nicht zuerst die zwischen Ukrainern und EU-Bürgern, sondern vor allem die zwischen den EU-Bürgern und vielen ihrer eigenen Regierungen.
Das falsche „Wir“
Es hat sich eingebürgert, dass man (wie hier Bertelsmann) nicht einmal mehr so tut, als sei man dafür, dem Bürgerwillen zu entsprechen. Stattdessen schwingt man sich auf, diesen Willen „zum Guten“ zu verändern. Man fühlt sich berufen, die Bürger im Sinne der Regierungspläne sozusagen „umzuerziehen“, und versteckt dieses selbstbewusst vorgetragene Ansinnen auch gar nicht. Aus dieser angeblichen Berufung erwächst dann die (nur scheinbare) Berechtigung, die Bürger weichzuklopfen.
Für die Meinungsmache wird auch hier wieder das falsche „Wir“ genutzt: Wer (auf EU-Bürgerebene) sollte denn „gemeinsam“ das strategische Ziel eines ukrainischen EU-Beitritts haben? Und warum? Ein EU-Beitritt der Ukraine wäre fatal und direkt gegen die Interessen der EU-Bürger gerichtet. Finanziell wäre es ein Fass ohne Boden, die EU-Beistandsklausel wäre brandgefährlich.
Wer anderslautende Meinungen hat, wird unterdrückt, diffamiert und bestraft
Man kann es nicht besser ausdrücken! Es ist wieder einmal ein ganz klarer Beweis dafür, dass die Polit-Eliten in der EU dem Willen der Bevölkerung keinerlei Bedeutung zumessen. Sie ziehen es einfach durch. Anderslautende Meinungen werden durch immer strengere Zensurmaßnahmen, die bis tief in den privaten Bereich hineinreichen, unterdrückt.
„Wir laufen direkt und mit offenen Augen in eine Diktatur“, so ein Mensch aus meinem Bekanntenkreis.
Dem kann man nicht widersprechen!
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann