
Ich gebe gerne zu, dass auch ich zu den ganz großen Kernkraftgegnern gehörte. Nach Tschernobyl und Fukushima wollte ich, dass wir ganz auf diese Energie verzichten.
Inzwischen sehe ich das Problem aber ganz anders. Die Technik hat sich weiterentwickelt, die Kernkraftwerke sind sicherer geworden und vor allem: Sie sind fast vollständig emissionsfrei und sie liefern den Energiebedarf, den wir benötigen, um auch in Zukunft zu überleben. Aber zunächst die Merkel-CDU, dann die Ampel: Sie sahen das vollkommen anders und setzten alles auf die Karte der sogenannten „erneuerbaren Energien“. Und um jede Umkehr unmöglich zu machen wurde jetzt ein völlig intaktes KKW in Grundremmingen gesprengt.
Max Roland, ein Redakteur der Apollo News schreibt dazu in der online Ausgabe:
Ein Top-Kraftwerk zerstören und nur noch auf Theorie-Strom setzen, der den Bedarf niemals decken kann: Die Sprengung von Gundremmingen ist ein Symbol des Wahnsinns. Eines Tages werden die Ruinen als Mahnmal in einem Land stehen, das sich selbst abgehängt hat.
und weiter:
1344 Megawatt Strom hat das AKW Gundremmingen mit nur einem Block zuletzt produziert, fast hundertmal so viel wie ein Offshore-Windrad. Und das Tag und Nacht, bei Wind und Wetter und auch ohne Wind und Wetter. Das soll nicht mehr sein, findet die deutsche Politik von den Linken bis zur Union. Die Sprengung von Gundremmingen wurde medial breit rezipiert. Denn es ist ein Fanal.
„Symbol des Atomzeitalters“ nannte n-tv die gesprengten Türme dieses Kraftwerks in einem Bericht. Aber dieses Zeitalter ist noch gar nicht vorbei. Im Gegenteil: An allen Ecken der Welt wird so auf Kernkraft gesetzt wie nie zuvor. Nur Deutschland erklärt dieses Zeitalter für beendet – und ist damit längst völlig aus der Zeit gefallen.
Dabei wissen eigentlich alle längst, was für ein Wahnsinn das ist. Diese Sprengungen sind nichts als Rituale einer verstaubten Anti-Atom-Ideologie, die von der Realität nicht nur überholt, sondern längst überrundet wurde. Weltweit und gerade in unserer Nachbarschaft – Tschechien, Polen, Frankreich – setzt man auf Atomkraft. Die massiven Energiebedarfe der Zukunft kann nur die Atomkraft verlässlich decken – deshalb bauen die Tech-Giganten in den USA längst eigene Reaktoren.
Ich wette, wir kaufen also in Zukunft teuren Atomstrom von unseren Nachbarn, statt ihn selbst zu produzieren. Wir werden weiterhin ganze Wälder abholzen, um sie mit riesigen Massen von Beton für die Fundamente von Windrädern zu zerstören. Und wenn der Wind mal nicht weht und die Sonne nicht scheint, gehen bei uns die Lichter aus, weil unsere Nachbarn die dann notwenigen Massen an Energie gar nicht liefern können.
Manchmal bin ich froh, schon so ein hohes Alter erreicht zu haben. Vielleicht ist das Universum gnädig und holt mich ab, bevor ich den ganzen Wahnsinn und die Folgen dieser idiotischen Politik noch ertragen muss.
Angst habe ich um meine drei Enkelkinder, die zu der Generation gehören, die diesen ganzen Mist einmal ausbaden müssen, den die heutige links/grüne Politik unter Zuhilfenahme der inzwischen ebenfalls links ausgerichteten CDU, angerichtet hat.
Max Roland resümiert:
Es bleibt eine völlig wahnsinnige Idee, die größte Volkswirtschaft Europas nur mit sogenannten „erneuerbaren Energien“ betreiben zu wollen. Das ist Strom aus Wind, der im Zweifel nicht weht, Strom aus Sonne, die im Zweifel nicht scheint. Grundlast? Fehlanzeige. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche muss ja schon um wenige Gaskraftwerke einen politischen Kampf ausfechten. Und unsere Atomkraftwerke – die sprengen wir in die Luft.
Welch ein Wahnwitz!
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann