Nun auch Weimer erwischt: Auch Wolfram Weimer soll Gastbeitrag mit KI geschrieben haben

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Liebe Leserinnen und Leser,
es wird immer deutlicher, dass es offensichtlich einer größeren Zahl an Spitzenpolitikern an der Fähigkeit mangelt, eigene Gedanken zu entwickeln, sie zu sortieren und zu Papier zu bringen. Von freier Rede spricht man ohnehin bei den deutschen Politikern nicht mehr. Nach Mario Voigt und Karsten Wildberger steht nun auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer unter Verdacht, Künstliche Intelligenz für einen Gastbeitrag eingesetzt zu haben. Eine Recherche des Plagiatsforschers Stefan Weber dokumentiert in einem Meinungsartikel für die Welt zahlreiche typische KI-Formulierungen.
Ausgerechnet der Kultur-Staatsminister
Dass dies auch ausgerechnet bei einem Kultur-Staatssekretär herauskommt, macht die Sache noch peinlicher, als sie ohnehin schon ist. Natürlich hat auch er dies nicht kenntlich gemacht, denn sonst hätte er ja zugeben müssen, dass er entweder zu faul oder aus anderen Gründen nicht in der Lage ist, eine Rede selbst zu verfassen. Es bleibt der Verdacht, einen unter seinem Namen veröffentlichten Welt-Gastbeitrag weitgehend mithilfe von Künstlicher Intelligenz verfasst zu haben, ohne dies entsprechend kenntlich zu machen. Herr Weimer steht ohnehin unter starkem Beschuss, weil er über seine Beraterfirma Politikerkontakte für sehr viel Geld verkauft hat, was zumindest ein starkes „Gerüchle“ hat, wie man es in Baden-Württemberg formuliert. Er hat ein sehr enges Verhältnis zu Kanzler Merz, sonst hätte er längst zurücktreten müssen. So wird er wohl im Amt bleiben, so lange sein „Beschützer“ noch im Amt ist.
Stefan Weber kriegt sie alle
Auslöser sind Recherchen des bekannten österreichischen Plagiatsjägers Stefan Weber. Dieser kommt zu dem Schluss, dass der Mitte Mai in der Welt erschienene Meinungsbeitrag Weimers „Wenn YouTube das neue Fernsehen ist, braucht es neue Regeln“ zahlreiche sprachliche Merkmale aufweist, die für eine Entstehung mit Textgeneratoren wie ChatGPT charakteristisch sind. Weber spricht von einem dringenden „Tatverdacht“, dass der Text, in dem sich Weimer für eine umfassendere Regulierung digitaler Medien wie YouTube ausspricht, zumindest in größeren Teilen KI-generiert worden sein könnte.
Ich wünsche Herrn Weber sehr viel Erfolg bei seinen weiteren Recherchen und bin gespannt, wem er noch alles die Maske des Biedermanns vom Gesicht reißen wird.
Ich bin sicher, dass sehr viele Spitzenpolitiker sich abendlich wohl fragen, wann ihre gefakte Doktorarbeit oder ihre, mit KI erstellten Reden ans Licht kommen.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann