Voigt verliert auch Professur

Voigt verliert auch Professur: Privathochschule streicht Mario Voigt von der Professoren-Liste
Mario Voigt, Ministerpräsident von Thüringen. Als Tiger gestartet — als Bettvorleger gelandet.
Bild: Wikipedia

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe Ihnen vor Kurzem über die KI-Peinlichkeiten des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt berichtet, der bereits seinen Doktortitel wegen Schummeleien verloren hat.

Kein Rücktritt trotz Betrugsvorwürfen

Nun berichten verschiedene Pressorgane, dass die private Quadriga Hochschule Berlin dem CDU-Politiker auch den Professorentitel entzogen hat. Der Mann, der einst als aufstrebender Hoffnungsträger der Union galt, steht plötzlich ohne akademische Würden da – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz eigentlich Aufbruchstimmung verbreiten wollte. An der Quadriga Hochschule war Voigt in Teilzeit als „Professor für Digitale Transformation und Politik“ tätig und wurde nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten beurlaubt. Nachdem ihm die Technische Universität (TU) Chemnitz den Doktortitel aberkannte, verzichtete er auch darauf, den Professorentitel zu führen. „Er hat mit uns abgestimmt, dass er seine Titel vorerst nicht trägt“, teilte die von einem PR-Unternehmer gegründete Privathochschule damals mit. Voigt wurde jedoch weiterhin als Mitglied des Professoriums aufgeführt. Damit ist nun Schluss.

Voigt von der Internetseite der Quadriga-Hochschule getilgt

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt taucht auf der Internetseite der Quadriga Hochschule nicht mehr als Mitglied des Professoriums auf. Die private Berliner Hochschule, die ihm 2017 einen Professorentitel verliehen hatte, führte Voigt bis vor kurzem dort noch auf – strich allerdings seine akademischen Titel „Prof. Dr.“, nachdem ihm wegen Plagiatsvorwürfen der Doktorgrad entzogen worden war. Nun sind sein Name und Bild vollständig von der „Professorium“-Seite verschwunden.

Voigt hat nie die Voraussetzungen für den Professorentitel erfüllt

Fraglich ist auch, ob die Hochschule den Professorentitel überhaupt an Mario Voigt hätte verleihen dürfen. Denn das setzt voraus, dass der Empfänger des Titels mindestens 50% seiner Arbeitszeit für die Hochschule tätig ist. Zu diesem Zeitpunkt gehörte Voigt aber bereits dem Thüringer Landtag als Abgeordneter an, was ein Vollzeitjob ist.

Auf die Nachfrage, ob die Senatsverwaltung Kenntnis vom zeitlichen Umfang seiner damaligen Beschäftigung an der Quadriga Hochschule Berlin hat, lautet die Antwort: „Zum Umfang der Arbeitszeit über den gesamten Zeitraum der Beschäftigung an der Quadriga Hochschule Berlin liegen keine Daten vor.“ Das bedeutet: Ob Voigt sein in Folge der Plagiatsaffäre abgelegter Professorentitel damals zu Recht verliehen wurde, hat die dafür zuständige Behörde selbst gar nicht überprüft. Hätte sie es getan, wäre er nicht zum Professor ernannt worden.

Deutschland braucht einen Neuanfang in der Politik

Wieder einmal zeig sich, dass es eines grundlegenden Neuanfangs in Deutschland bedarf. Das politische Personal ist nur noch peinlich. Leute wie Merz, Bas, Klingbeil, Voigt und viele viele andere, sitzen auf Posten, für die ihnen jede Qualifikation und Integrität fehlt.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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