Rechte Autokennzeichen?

Meine Gedanken wandern heute nach dem schönen Bundesland Brandenburg. Wie mir scheint, sitzen im dortigen Verfassungsschutz ein paar ultralinke Beamte, die überall nur Rechtsradikale und rechtsradikales Gedankengut erkennen. Ich frage mich, wie es so weit kommen konnte. Es wird immer schlimmer. Man weiß nicht mehr, was man sagen oder denken darf und nicht einmal mehr bei der Auswahl unseres Wunschkennzeichens ist man vor den Spitzeln der Stasi, nein sorry, dem Verfassungsschutz sicher.

Autokennzeichen-Irrsinn in Brandenburg

Dieses Kennzeichen ist verdächtig. P für Potsdam, MR für Masterrace (weiße Rasse) und 2004 steht für Führers Geburtstag.

Leben Sie in Brandenburg? Heißen Sie zum Beispiel Volker Lechtenbrink, Wilhelm Knorr, Michael Römer oder Walter Pfeiffer? Und haben Sie die ersten beiden Buchstaben Ihres Namens als Autokennzeichen, also VL, WK, MR oder WP? Dann nehmen Sie sich in Acht! Der Brandenburger Verfassungsschutz verdächtigt Sie, ein NAZI zu sein. Sie stehen wahrscheinlich ab sofort unter Beobachtung! Ihr Name wird vermutlich bereits in einer Liste von Verdachtsfällen stehen. Sie glauben, so etwas gibt es nicht? Oh, Sie Ungläubiger!

Wie Apollo berichtet:

In einem Faltblatt des Verfassungsschutzes Brandenburg, das in Kfz-Zulassungsstellen des Landes ausliegt, wird vor vermeintlich rechtsextremen Zahlen- und Buchstabenkombinationen gewarnt. Die „rechtsextremistische Szene“ würde demnach Kfz-Kennzeichen missbrauchen, „um ihre Gesinnung codiert nach außen zu tragen“. Gemeint sind aber nicht nur Akronyme wie „SS“, „SA“ oder „HH“*, was für „Heil Hitler“ stehen soll. Es finden sich auch gewöhnliche Buchstabenkombinationen wie „MR“, „WK“, „WP“ oder „VL“ sowie die Zahl „2004“, denen plötzlich nachgesagt wird, rechtsextreme Codes darzustellen. 

Als Beispiele für rechtsextremistische Codes werden vom Verfassungsschutz unter anderem Kombinationen aufgeführt, die auf einen „rechtsextremistischen Kontext hindeuten“. Dort findet man zum Beispiel „MR“, was der Behörde nach für „Masterrace“ („Herrenrasse“) stehen soll. „WK“ stehe für „Weltkrieg“, „WP“ für „White Power“ oder „White Pride“ und „VL“ für „Vernichtungslager“.

Aber auch bestimmte Zahlenfolgen sind verdächtig.

Neben Buchstabenkombinationen warnt der Verfassungsschutz auch vor weiteren Zahlenkombinationen. „444“ – die Vier steht für den Buchstaben D – soll „Deutschland den Deutschen“ bedeuten, „2004“ nicht etwa auf das Geburtsjahr des Fahrers, sondern auf den Geburtstag Hitlers hinweisen.

Seien Sie also vorsichtig bei der Wahl Ihres Autokennzeichens. Sie kommen womöglich in Teufels Küche, wenn Sie sich eine falsche Buchstabenkombination aussuchen.

Braucht es noch mehr Beweise, dass sich in Deutschland inzwischen der Irrsinn ausbreitet?

*Da HH auch auf dem Index steht, muss Hamburg wohl sein Städtekennzeichen „Hansestadt Hamburg“ ändern, sonst kommt wohl einer auf die Idee, dass in Hamburg zugelassene Kfz nur von Nazis gefahren werden.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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