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Staatliche Kindeswohlgefährdung — Wie die deutsche Regierung Kinder auf den Krieg vorbereitet

Bild: Bing Bildgenerator
Liebe Leserinnen und Leser,
Eltern, die das Wohl ihrer Kinder gefährden, müssen sich vor Gericht verantworten und können das Recht auf Sorge entzogen bekommen. Und ein Staat, der Kindern Kriegswaffen präsentiert und aus der Waffenshow ein Fest für die ganze Familie macht? Erziehung zu Kriegstüchtigkeit und Kriegsmentalität ist staatliche Kindeswohlgefährdung. Nichtsdestotrotz sind wir zunehmend mit Veranstaltungen, Programmen und staatlichen Maßnahmen konfrontiert, die Kindern und Jugendlichen tödliche Waffen in einem Spektakel vorführen und zum Spielen und Ausprobieren überlassen, Aufrüstung und Militarismus als notwendige Maßnahmen darstellen, Feindbilder eintrichtern und Gewalt und Krieg als heldenhafte Mittel der Konfliktlösung suggerieren.
Kriegstüchtig? Die Vorbereitung beginnt im Kindesalter
Auch die vielen Kriegs- und Ballerspiele am PC, die für Kinder und Jugendliche freigeschaltet sind, dienen nur dem einen Zweck, nämlich Kinder auf den Krieg vorzubereiten. Der Luftwaffenchef der Bundeswehr kann es kaum erwarten, „mit allem, was wir haben“ gegen Russland in den Krieg zu ziehen. Im Gegensatz zu den Computerspielen haben Soldaten in der Realität jedoch nur ein Leben. Sie werden als sogenanntes Kanonenfutter an die Front geschickt, wobei die, die den Befehl geben, sich immer in Sicherheit befinden.
Der Tag der Bundeswehr — Krieg als Familienausflug
Kein verantwortungsbewusster und sensibler Erwachsener wird fordern, Pornografie in das Kinderprogramm aufzunehmen. Alkoholwerbung im Lehrplan für Grundschüler — undenkbar. Gewaltverherrlichende Schocker im sonntäglichen Kinderfernsehen? Ein Skandal, der Konsequenzen erfordert.
Ein Beispiel ist der „Tag der Bundeswehr 2026“. Das über zweistündige Video im Netz verzeichnet bislang Millionen von Aufrufen. Der Trailer zu dem Großereignis unter dem Bundeswehr-Motto „Wir sind da“ zeigt Panzer und Kampfjets, Fallschirmjäger und Nahkämpfer in Aktion — alles zusammen mit attraktiven Mitmachangeboten für Kinder. „Herzlich willkommen zu Ihrem Besuch bei der Truppe“, begrüßt Minister Pistorius die Massen neugieriger Familien. Bundeskanzler Merz und Minister Klingbeil besuchen jeweils andere Standorte. Und die Popularisierung des Militärs findet nicht nur an diesem Tag statt. Kommunen organisieren zusammen mit der Bundeswehr Feriencamps für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Beim „Hessentag“ in Fulda dürfen Kinder Kriegsgeräte besichtigen und ein wenig damit spielen. Und Innenminister Dobrindt will Schüler unter der Parole „Zivile Verteidigung gehört in die Schule“ auf den „Ernstfall“ vorbereiten. Sollte der Ernstfall angesichts der deutschen Geschichte nicht der Frieden sein?
Frieden spielt beim Tag der Bundeswehr keine Rolle
Hier können Sie das Video in voller Länge anschauen. Ich habe es von YouTube hier eingefügt. Der erweiterte Datenschutz ist aktiviert.
Das brandenburgische Bildungsministerium hat für politische Bildung an Schulen einen Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr geschlossen. Bundesweit sind Jugendoffiziere an Schulen aktiv. Vor fünf Jahren wies die „Erfolgsbilanz“ 2.558 Besuche aus, im letzten Jahr waren es schon 5.527 und im ersten Quartal 2026 bereits weit über 2000. CDU/CSU, SPD und die — früher in Fragen von Waffen und Militär besonders sensiblen — Grünen arbeiten intensiv darauf hin, Militarismus zu einem selbstverständlichen, unhinterfragten und im Alltag verankerten Anliegen zu machen, natürlich auch für Kinder. Leitmedien und eine unüberschaubare Vielzahl massenwirksamer Videos sind dabei gern zu Diensten: Sie verherrlichen das Militär und lassen jede Kritik an der Förderung der Kriegstüchtigkeit vermissen. Sie sind Teil einer emotionalen Kriegsführung.
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Artikel bei manova-news, dem ich auch eigene Gedanken hinzugefügt habe.
Den ganzen Artikel ungekürzt finden Sie hinter diesem Link.
Immer mehr Waffen und Aufrüstung
Immer mehr Waffen, immer mehr Aufrüstung, führt niemals zum Frieden. Willy Brandt, früherer Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger, hat die Grundlagen gelegt, die zum Fall des Eisernen Vorhangs geführt haben. Schmidt, Schröder und Kohl haben darauf aufgebaut und einen wirklich festen, stabilen Frieden mit Russland geschaffen, der durch die jetzigen Kriegspolitiker wieder zerstört wird.
Es gibt derzeit nur eine Partei in Deutschland, die den Ausgleich mit Russland sucht. Denken Sie bei den nächsten Wahlen daran, wenn Sie möchten, dass ihre Kinder und Enkel in einem freien, friedlichen und unzensierten Deutschland aufwachsen.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann