Stuttgart 21 – Totalversagen

Stuttgart 21 — Katastrophe mit Ansage!
Die Gegner wussten es von Anfang an. Stuttgart 21 wird zum Desaster und Deutschland blamiert sich ein weiteres Mal vor der Welt.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich erinnere mich noch sehr gut an die vielen Demos, die ich lautstark begleitet habe. Bei jeder „Montagsdemo“ waren es immer mehr als 10.000 Teilnehmer, die den Stopp des Bauprojekts gefordert haben. Bei den großen Veranstaltungen kamen auch mal mehr als 200.000 Menschen zusammen. All das, was wir Gegner des Projekts vorausgesagt haben, ist eingetroffen und es kam sogar noch schlimmer.

Von Meldung zu Meldung wird es schlimmer

Die neuesten Meldungen sagen uns, dass mindestens 1.200 Kilometer Kabel falsch verlegt wurden. Sie wurden einfach mal verlegt, bevor die Planung abgeschlossen war und nun stellt sich heraus, dass man sie nicht verwenden kann und sie zum Großteil schon wieder defekt sind. Auch die Kosten laufen aus dem Ruder und haben sich vervierfacht!

Die verlogene Volksabstimmung

Bei der damaligen Volksabstimmung wurde uns von Politik und Bahn versprochen, dass der „Kostendeckel von 4,2 Milliarden, der schon verdoppelt gegenüber der ersten Kostenschätzung war, eingehalten wird. Daraufhin hat eine kleine Mehrheit der Baden-Württemberger für den Weiterbau gestimmt. Aber, wie wir es gewohnt sind, wurden die Bürger von Anfang an betrogen und belogen, denn inzwischen summieren sich die Gesamtkosten auf mehr als 11 Milliarden Euro und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Eröffnung wurde erneut, nun auf 2031 verschoben, also 12 Jahre verspätet. In einem Drittel dieser Zeit bauen Chinesen den größten Flughafen der Welt in Peking und so nebenbei die höchste Brücke der Welt.

Deutschland verliert im internationalen Vergleich

Es ist der weitere Beweis dafür, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht mehr mithalten kann. Schuld daran ist eine verbohrte links/grüne Politik, eine überbordende Bürokratie und das Fehlen von Fachkräften und hochqualifizierten Ingenieuren, die man ins Ausland verscheucht hat.

Und wir Gegner haben auch von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Kapazität mit nur acht Gleisen, gegenüber 16 im alten Kopfbahnhof, niemals ausreichen wird.

Fachleute und Kritiker warnen seit Langem, dass dies im dichten Berufsverkehr nicht ausreicht. Das Argument: Die knapp bemessenen Gleise erzwingen sehr kurze Haltezeiten, die sich im realen Betrieb kaum einhalten lassen. Wenn Züge Verspätung haben, wie es bei der Deutschen Bahn nun einmal häufig der Fall ist, sich der Verkehr staut und Anschlüsse abgewartet werden müssen, kommt es zur Katastrophe. Schon kleine Störungen könnten sich so durch den Knoten fortpflanzen und den gesamten Fahrplan ins Wanken bringen. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 spricht von einem „Infarkt-Risiko“, das den Bahnhof erfassen könnte.

Die Folgen waren den Geyenern immer bekannt.

Das alles wussten die Gegner und auch die Befürworter von Anfang an. Trotzdem wurde das Projekt durchgepeitscht. Der Dumme ist mal wieder der Steuerzahler, der nun für die Mehrkosten aufkommen muss. Zwar hat sich das Land Baden-Württemberg durch Gerichtsprozesse aus den Mehrkosten herausgemogelt, aber die Bahn ist eine 100% Tochter des Bundes und damit bleiben die Kosten, so oder so, immer beim Steuerzahler.

Wann stellt man die Verantwortlichen endlich vor Gericht?

Stuttgart 21 ist ja nicht das einzige Beispiel für das Versagen von Politik und Projektmanagement von großen Bauvorhaben. Man erinnert sich sicher auch noch an den Berliner Großflughafen und die Hamburger Elbphilharmonie.

Es wird Zeit, dass man die Verantwortlichen endlich vor Gericht stellt.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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