Der Suizid einer Verzweifelten

Der Suizid von Noelia Castillo Ramos wirft ein Bild auf den Zustand der Politik und Gesellschaft nicht nur in Spanien.

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Versagen von Politik, Kirchen und Gesellschaft zeigt sich deutlich an diesem Beispiel

Apollo News macht es sich zu leicht, wenn in der Überschrift nur von einem Versagen der spanischen Politik geschrieben wird. Es ist das Versagen der gesamten Politik in der EU, auch und ganz besonders der deutschen Politik. Es ist die staatlich betriebene Zerstörung der klassischen Familie, die aus Mutter, Vater und Kindern besteht. Und es sind die reichlich verbreitete Pornographie und die frühkindliche Sexualisierung, die eine natürliche Sexualität ad absurdum führt. Auch das Leugnen der zwei natürlichen Geschlechter trägt zu dem Wahnsinn bei, den wir derzeit erleben müssen. Der Verlust der christlich-humanen Werte, der Gewaltlosigkeit, der Sicherheit und der Sprache tut ein Übriges.

Am Donnerstag starb die 25-jährige Noelia Castillo Ramos, nachdem sie mehrfach sexuell missbraucht wurde und ein Suizidversuch zu einer schweren Wirbelsäulenverletzung führte. Wer die Täter sind, ist unklar, jedoch wird vermutet, dass es unbegleitete jugendliche Migranten waren. Freunde wurden nicht vorgelassen, um kurz vor ihrem Tod mit ihr zu reden.

„Ich will einfach in Frieden gehen und aufhören zu leiden“, sagte die 25-jährige Noelia Castillo Ramos in ihrem letzten Interview vier Tage, bevor sie am Donnerstag durch aktive Sterbehilfe starb. Die junge Frau sprach langsam, mit stockender Stimme. Ihr Fall hat in Spanien und international eine Debatte über aktive Sterbehilfe entfacht. Denn Castillo beantragte diese, nachdem sie 2022 von drei Männern in einem Nachtclub sexuell missbraucht wurde, wie BBC berichtet. Mutmaßlich wurde sie vergewaltigt. Das Erlebte belastete sie so sehr, dass sie wenige Tage darauf versuchte, sich das Leben zu nehmen. Als dieser Versuch scheiterte und sie überlebte, begann ein unglaublicher Leidensweg, den erst der europäische Gerichtshof beendete. Der Tod wird heute nicht einfach so akzeptiert. Dass ausgerechnet der Vater den Sterbewunsch der Tochter nicht unterstützte macht traurig, denn das Mädchen wuchs wegen „schwieriger familiärer Verhältnisse“ in einem Kinderheim auf.

Wie man aus verschiedenen Presseorganen erfuhr passierte folgendes:

Die junge Frau sprang aus dem fünften Stock eines Gebäudes und erlitt eine Verletzung der Wirbelsäule, die sie an den Rollstuhl fesselte. In den Beinen verspürte sie starke Schmerzen, sie litt unter Inkontinenz, und ein Katheter musste alle sechs Stunden gewechselt werden. Bei der spanischen Garantie- und Bewertungskommission – einer Behörde, die assistierten Suizid genehmigt – gab sie an, dass sie sich wegen chronischer Schmerzen und ihrer unheilbaren Erkrankung Sterbehilfe wünsche.

Die Behörde gab ihrem Ersuchen 2024 statt, doch ihr Vater legte dagegen Widerspruch ein. Es folgte ein achtzehnmonatiger Rechtsstreit durch mehrere Instanzen, bis zum Obersten Spanischen Gerichtshof und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dieser gab ihr schließlich recht.

Ein Leserbriefschreiber in den Apollo-News schreibt:

Mein Eindruck ist, je mehr sich die Staaten Europas und auch der Kontinent (über die EU) von den christlichen Wurzeln entfernen, desto schlimmer werden die Zustände. Dieser Niedergang beginnt in kleinen Bezügen und zieht sich durch bis in die grossen Linien der Politik. Ein Menschenleben zählt da nicht mehr viel. Die Auswirkungen können wir sehen und erleben, beinahe jeden Tag. Meine Idee: zurück zu den Wurzeln!

Und dem ist nichts hinzuzufügen.

Anstatt den Muslimen in Deutschland immer mehr Raum zu geben, wäre es eine gute Idee, sich wieder den christlichen Werten anzunähern. Die Kirchen brauchen wir dazu vorerst nicht, denn sie haben sich längst von allem abgewandt, was uns Jahrhunderte lang festen Halt gab. Selbst Bischöfe beider Kirchen sind inzwischen ins linksextreme Lager gewechselt und unterstützen den Antifa-Terror.

Für Noelia Castillo Ramos kommt das alles zu spät.

Ruhe in Frieden!

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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