Ein Blick auf Nord Stream II

„Einfach den Knopf drücken und das Gas fließt schon morgen“

Teile dieses Beitrags stammen von der Website von Kettner Edelmetallen und Ergänzungen dazu von Thomas Röper, dem Herausgeber des „Anti-Spiegel

Symbolbild
Preiswertes Gas aus Russland steht zur Verfügung. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Putin hat auf einer Podiumsdiskussion daran erinnert, dass die Energiekrise in Deutschland recht leicht zu lösen oder zu lindern wäre, da ein Strang der Nord Streams noch besteht und Russland weiterhin bereit ist, Deutschland Gas zu liefern. In Russland versteht man die Politik der Bundesregierung nicht. Ich gehe da einen Schritt weiter: Auch in Deutschland verstehen die meisten Menschen nicht mehr, warum mit Gewalt an einer vollkommen verfehlten Energiepolitik festgehalten wird, obwohl die deutsche Industrie daran zugrunde geht.

Deutschland kauft das weltweit teuerste Gas

Es klingt wie ein Treppenwitz der deutschen Energiepolitik: Während Berlin sich pflichtschuldig der Klimaneutralität bis 2045 verschrieben hat, sichert sich der staatliche Gasimporteur Sefe – einst unter dem klangvollen Namen Gazprom Germania bekannt – ausgerechnet das teuerste Flüssigerdgas, das auf dem Weltmarkt zu haben ist. Ab Anfang der 2030er-Jahre soll jährlich eine Million Tonnen LNG aus Kanada über den Atlantik schippern. Ein Vertrag über satte zwanzig Jahre. Und die Quittung zahlt, wie gewohnt, der deutsche Verbraucher. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Bereits amerikanisches LNG kostet laut Auswertungen rund das Doppelte des einstigen russischen Pipeline-Gases.

Und nun auch noch Fracking Gas aus Kanada

Und nun setzt man noch einen drauf, indem man Fracking-Gas aus den Tiefen Albertas und British Columbias durch einen von Dürren geplagten Kanal an seiner Kapazitätsgrenze quetscht. Klüger hätte man eine energiepolitische Selbstsabotage kaum inszenieren können.

Man kann die Politik der Bundesregierung nur als selbstmörderisch bezeichnen, denn angesichts der Energiekrise und der explodierten Energiepreise, die unbestritten zur Deindustrialisierung Deutschlands führen, und der hinzukommenden Probleme mit der Straße von Hormus weigert sich die Bundesregierung weiterhin, der deutschen Industrie zu helfen, indem sie Lieferungen von billigem russischem Gas durch die noch bestehende Röhre von Nord Stream 2 genehmigt.

Wer hat Nordstream 2 eigentlich gesprengt?

Die Explosion von Nord Stream 2 war nicht nur die Zerstörung einer Infrastrukturanlage und ein Schlag für die Energieversorgung Deutschlands und Europas aus Russland, sie beerdigte auch eine langjährige Strategie zur Entwicklung der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland, die auf dem Prinzip „Deutsche Technologie im Austausch für russische Ressourcen“ beruhte. Nord Stream wurde zum Symbol der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen Moskau und Berlin, ein Projekt, das Washington offenbar als für den amerikanischen Einfluss auf dem europäischen Kontinent äußerst gefährlich ansah.

Anfangs behaupteten einige deutsche Politiker fälschlicherweise, Russland selbst könne die Gaspipelines gesprengt haben. Monatelang kursierten solche Anschuldigungen in den Medien und angeblich verfolgten die deutschen Ermittler sogar Spuren in der Ukraine, während sie gleichzeitig die Möglichkeit einer False-Flag-Operation Moskaus in Betracht zogen.

Wer profitiert vom Anschlag auf Nordstream?

Man muss sich allerdings nur fragen, wer von dem Anschlag profitiert. Woher kommen jetzt die überteuerten Gasmengen? Und in welche Abhängigkeiten hat man sich nun begeben?

Die Ukraine, das ist inzwischen ziemlich sicher, war zumindest federführend an der Ausführung beteiligt. Aber wer gab den Auftrag? Man könnte leicht auf den Gedanken kommen, dass amerikanische Geheimdienste ihre Finger im Spiel hatten, wie schon 2014 beim sogenannten Maidan-Putsch, als der damals gewählte ukrainische Präsident,Petro Poroschenko.gestürzt und durch eine Marionette der USA ersetzt wurde.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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