Wal stirbt — Deutschland verblödet

Wal stirbt — Deutschland verblödet.

Während deutsche Politiker Gesetze verabschieden, die die Demokratie endgültig zur Farce machen — bringt der Fokus eine „Eilmeldung“ in seiner Onlineausgabe zur Rettung eines sterbenden Wals.

Liebe Leserinnen und Leser,

Ein Wal begibt sich in flache Gewässer um zu sterben. Das ist normal. Was das in Deutschland an Hysterie auslöst, ist dagegen irre

ich möchte es nicht glauben. In Deutschland scheint wirklich der „gemeine Gehirnbrand“ ausgebrochen zu sein. Eine schlimme Krankheit, die offensichtlich das Denken großer Teile der Menschen vernebelt. Wenn irgendwo auf der Welt ein Wal strandet und stirbt, wird das stillschweigend zur Kenntnis genommen. Allenfalls ein kleines Provinzblatt berichtet in einer kurzen Meldung darüber, dass man versuchen wird, den Kadaver zu entsorgen, bevor er anfängt zu stinken. In Deutschland dagegen übertreffen sich die Mainstream-Medien gegenseitig mit Berichten. Es gibt sogar Liveticker, die im Minutenabstand den letzten Stand der „Rettungsaktion“ wiedergeben. Die Onlineausgabe des Focus berichtet in einer „Eilmeldung“ über den neuesten Stand der Dinge. 

Sachsen-Anhalt ändert die Landesverfassung

Gleichzeitig werden in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt die Landesverfassungen in seltsamen Koalitionen unter Einbeziehung der extremen Linken geändert um der AfD als Oppositionspartei in Rheinland-Pfalz oder das Regieren in Sachsen-Anhalt unmöglich zu machen.

Das wird in der Mainstream-Presse kaum oder gar nicht erwähnt! Den Platz braucht man für die Wal-Berichterstattung. Denn ein Schamane kommuniziert im Schwimmbad mit dem Wal Timmy. Umweltminister Backhaus hat eine innige Beziehung zu dem Tier aufgebaut. Frauen schicken ihre toten Hunde zum Schutz. Die Psychiatrien in Deutschland haben wohl alle Insassen auf Freigang geschickt.

Man möchte schreien: HALLO Deutsche — fangt euch mal und wendet Euren Blick auf die Schweinereien, den die Altparteien gerade durchziehen.

Der Journalist Max Roland beschreibt es in seiner Kolumne so:

Irgendeine Boomer-Silke schreibt in einer entsprechenden Fan-Gruppe auf Facebook, sie vernehme in letzter Zeit „wieder mehr metaphysische Zeichen“ von ihrem toten Hund, dessen Asche sie in der Ostsee verstreut hatte. Sie ist sich deswegen sicher: Ihr Hund passe auf Timmy, den Wal, auf. Angesichts solcher Bekenntnisse muss die Dunkelziffer an ernsten psychischen Erkrankungen in Deutschland bedrückend hoch sein. Andere taufen den Wal „Hope“ – Hoffnung – und schreiben auf Bildern im Netz, dass er die Welt schon besser gemacht hätte. Diese Verehrung hat schon fast etwas vom goldenen Kalb. Nur in unendlich dümmer.

Eine Frau aus Krefeld lässt ihre Familie inklusive der jungen Kinder zurück, um zu Timmy beziehungsweise Hope, dem Wal, zu fahren. Sie weint vor Freude, wenn ein neuer Rettungsversuch ansteht. Eine andere springt von einer Fähre. Sie ist Klimaaktivistin und extra aus München angereist, um den Wal zu besuchen. „Der Wal stirbt nicht, er weint“, ist sie sich ganz sicher. Und ein 69-jähriger Bernhard – nach eigener Auskunft Schamane – hat in einem Lübecker Schwimmbad den Ruf des Wals vernommen und ist zu ihm geeilt, erzählt er der Bild.

Gegen den mecklenburg-vorpommerschen Umweltminister Backhaus geht derweil eine Flut von Anzeigen wegen unterlassener Hilfeleistung ein. Ja, richtig gelesen – irgendwelche Irren zeigen den Mann an, weil er die Meinung der Experten und Fachleute vertritt, die erklären: Der Wal wolle sterben und habe deshalb flache Gewässer aufgesucht. Diese Fachleute selbst werden von den wildgewordenen deutschen Wal-Muttis übrigens auch mit dem Tode bedroht, wenn sie bei der romantisch-esoterischen Timmy-Folklore mit ihren Experteneinschätzungen stören.

Braucht es noch mehr Beweise, dass Deutschland verblödet?

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu.