Sven Hüber war ein Täter! Kein Vergessen, kein Vergeben ohne Reue!

Sven Hüber war ein Täter
Liebe Leserinnen und Leser,
Sven Hüber war ein Täter. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei fiel in den letzten Tagen durch ein Pamphlet auf, in dem er die ihm untergebenen Bundespolizisten zur Befehlsverweigerung und sogar zum Putsch aufrief. Viele Presseportale haben sich dann mit seiner Vergangenheit beschäftigt. Allen voran dankbarerweise natürlich wieder einmal NIUS und Apollo-News. Sven Hüber war ein Täter. Er war Politoffizier.
Politoffiziere waren die wichtigsten Stützen des DDR-Unrechtsregimes
Politoffiziere waren keine gewöhnlichen Vorgesetzten. Sie galten als ideologische Funktionsträger der SED in den bewaffneten Organen der DDR – darunter auch bei den Grenztruppen. Zu ihren Aufgaben gehörten Politische Schulung: Vermittlung der marxistisch-leninistischen Ideologie und der Parteilinie der SED. Erziehung zum Gehorsam, Überwachung der Truppe, Zusammenarbeit mit der Stasi, Rechtfertigung des Grenzregimes und die ideologische Begründung für die Abriegelung der DDR und den Schusswaffengebrauch an der innerdeutschen Grenze.
Historiker bewerten Politoffiziere deshalb als wichtige Stützen des SED-Herrschaftssystems. Ihre Aufgabe war es nicht nur, militärische Disziplin zu sichern, sondern vor allem die politische Kontrolle der Truppe im Sinne der Staatspartei zu erhalten.
Nun versucht die GdP diese Wahrheiten zu verschleiern
In einer Stellungnahme des Bundesvorstands der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zum Fall Sven Hüber räumt die GdP nach den Vorwürfen, Wikipedia-Beiträge zu Hüber zu schönen, ein, diese zu „bearbeiten“. Angeblich, um „Unwahrheiten oder tendenziöse Behauptungen zu korrigieren.“
Außerdem bat GdP-Chef Jochen Kopelke in dem Statement um Entschuldigung: „Bevormundungen und Wahlempfehlungen waren nie unsere Absicht.“ Hüber hatte zuvor in Sachsen-Anhalt über das Szenario eines „inneren Notstands“ im Land nachgedacht und dabei den Einsatz von Polizeikräften zur Wiederherstellung der „verfassungsmäßigen Ordnung“ nach einem möglichen Wahlsieg der AfD ins Spiel gebracht.
Kein Vergessen, kein Vergeben ohne Reue!
Max Mannhart von Apollo-News schreibt: Sven Hübers Biografie soll verwischt werden – doch wir werden nicht aufhören, die Wahrheit zu schreiben. Meiner Meinung nach ist Sven Hüber als ideologischer Träger des Grenzregimes der DDR so schuldig wie ein Mauerschütze.
Und Sven Hüber ist nicht der einzige DDR-Täter, der bislang ungestraft davonkam. Er ist nur einer von vielen. Das System Hüber ist ein Paradebeispiel für einen kaputten Umgang mit der SED-Diktatur. Täter wie Hüber haben es in der Regel weitergebracht als die Opfer des SED-Regimes, sich besser in der Bundesrepublik zurechtgefunden. Die Namen der Erschossenen, der Bürgerrechtler, der politischen Gefangenen sind längst vergessen. Die Menschen, die über Jahre im Gefängnis gebrochen wurden, bekommen dafür weniger Rente als ihre Wärter – viele konnten nach diesen Schrecken keine Karriere mehr machen. Hüber schon; Opportunismus und das Handwerk politischer Kontakte trugen ihn voran, und bald schon konnte er sich, völlig schambefreit, als Opfer darstellen, weil andere seine Biografie kritisieren. Die Scham, wie man heutzutage so gerne sagt, hat in Bezug auf die DDR nie die Seiten gewechselt.
Mannhart schreibt weiter:
Es gibt kaum ein weniger opportunes Thema als Sven Hüber – die extreme Klagefreudigkeit des Gewerkschafters trifft auf ein geringes öffentliches Interesse an der Aufarbeitung der DDR. Apollo News wird dennoch die Wahrheit schreiben: Sven Hüber schulte als Politoffizier Grenztruppen an der Berliner Mauer und stützte damit faktisch das System hinter dem Schießbefehl – er tat Dienst im Regiment 33, das den 20-jährigen Chris Gueffroy gemäß dieser Ideologie ermordete, weil er ein freies Leben suchte. Apollo-News habt dazu umfangreich exklusiv recherchiert.
Es kann nicht geleugnet werden: Sven Hüber war ein Täter
Der in seiner Jugend von der Gestapo verfolgte Schriftsteller Ralph Giordano schrieb über ihn: „In meinen Augen ist ein ausgewiesener Indoktrineur wie Sven Hüber schuldiger als der Mauerschütze, der abgedrückt hat.“ Dieses Zitat ist rechtlich nicht angreifbar, aber ich möchte mich dahinter nicht verstecken: Ich sehe es ganz genauso und mache mir diese Analyse ausdrücklich zu eigen. Hüber ist als ideologische Stütze des Grenzregimes der DDR meiner Meinung nach so schuldig wie ein Mauerschütze. Wer sich freiwillig zu den Grenztruppen gemeldet und als Politoffizier das Grenzregime der DDR mitgetragen hat, wird sich solche Vorwürfe gefallen lassen müssen, auch wenn Hüber behauptet, er selbst habe den Schießbefehl abgelehnt.
Ich kann mich den Worten von Max Mannhart nur anschließen. Sven Hüber ist bis heute ein unbelehrbarer Hard-Core Sozialist geblieben, der sich die alte DDR wieder zurückholen will. Und er hat mächtige Verbündete in Gewerkschafen und NGOs.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann