Update: Jens Spahn tritt zurück. Der Kanzler bezeichnete die Entscheidung als „richtig und unvermeidlich“.
CDU-Wahlkämpfer sind erbost
Spahn-Wut in Berlin und Meck-Pomm: „Haben keinen Bock mehr”

Liebe Leserinnen und Leser,
der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag kauft für sich und seinen „Ehemann“ mal eben ein Kind bei einer Leihmutter in den USA. Das ist in vielerlei Hinsicht schändlich. Erstens: In Deutschland ist dies aus gutem Grund streng verboten.
Zweitens: Sollte ein Kind immer in einer echten Familie, also mit Vater, Mutter und evtl. Geschwistern aufwachsen.
Drittens ist es ethisch nicht vertretbar einer Frau, die wahrscheinlich das Geld dringend braucht, ein Kind einzupflanzen, es sie austragen zu lassen und dann wegzunehmen.
Es gibt noch viele weitere Gründe, auf die ich aber jetzt nicht eingehen möchte. Das Thema sollte ein anderes sein. Wie denken Wähler, aber auch die eigene Partei über einen Mann, der sich, weil er die nötigen finanziellen Mittel und die Macht hat, einfach über Gesetze hinwegsetzt und seine eigenen, lauthals verkündeten Prinzipien aufgibt. Welchen Charakter hat da wohl der gerade zum „nicht echten“ Vater gewordene Mensch.
Ich habe dazu eine Frage:
Was wäre denn wohl gewesen, wäre das Kind behindert zur Welt gekommen? Hätte man es abgetrieben oder hätte Herr Spahn von seinem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch gemacht?
Die CDU-Mitglieder seines Heimatverbandes sehen das ganz klar. Der Focus titelt:
Die Heimat-CDU des Kanzlers sieht Glaubwürdigkeit und Vertrauen durch Jens Spahns Entscheidung für eine Leihmutterschaft in den USA beschädigt. In einem offenen Brief fordert sie seinen Rücktritt.
CDU-Abgeordneter zu Spahn-Debatte: „Wir haben keinen Bock mehr!“
Er spricht gegenüber FOCUS online von einer „Katastrophe“ für die ohnehin schon angeschlagenen Parteien in der politischen Mitte. „Was das Spitzenpersonal macht, schwingt immer mit.“ Andere aus der CDU hoffen, dass die Debatte bis zu den Wahlen abebbt. Sie wollen sich auf lokale Themen konzentrieren.
Es gibt weitere Rücktrittsforderungen aus der Union. Daniel Peters, der Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, sagte im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung: „Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten.“
Auch die Frauen-Union zieht die Reißleine. Nach Informationen des Stern kam der Vorstand der Frauen-Union am Freitagabend zu einer Sondersitzung zusammen. Das Ergebnis: Der Unionsfraktionschef sei „untragbar“.
Eine offizielle Rücktrittsforderung veröffentlichte die Frauen-Union zunächst zwar nicht. In einer Erklärung auf X bekräftigte sie stattdessen ihre grundsätzliche Haltung zur Leihmutterschaft. „Zur aktuellen Debatte um das Thema Leihmutterschaft ist die Position der Frauen Union klar: Sie ist aus guten Gründen verboten, stellt eine Kommerzialisierung und Ausbeutung der Frau dar und ist darüber hinaus mit gesundheitlichen Risiken für die Frau verbunden“, erklärte die CDU-Vereinigung. Dass es auch für das Baby ein erhebliches Risiko, nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht gibt, verschweigen die inzwischen ebenfalls linkslastig gewordenen CDU-Frauen natürlich.
Ich glaube, es ist Zeit, dass alle sogenannten Altparteien eine Zeitlang in der Opposition verbringen um sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe zu kümmern:
Dem Deutschen Volke zu dienen!
Übrigens stellt sich auch die UN gegen die Leihmutterschaft:
Reem Alsalems Urteil fällt eindeutig aus: Das Modell der Leihmutterschaft „ist durch Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen und Kinder geprägt“, heißt es in einem Bericht der UN-Sonderberichterstatterin und „setzt Mütter und Kinder ernsthaften Menschenrechtsverletzungen aus.“ Eine Leihmutterschaft sei mit Kinderhandel gleichzusetzen und könne daher nicht legal sein. In ihrem Bericht, der im vergangenen Jahr erschien, spricht sich Alsalem daher für ein weltweites Verbot von Leihmutterschaften aus.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann