
Jeder Mensch, gleich welchen Standes, braucht in seinem Leben unumstößliche Wahrheiten, an denen er sich festhalten und orientieren kann. Fehlt dieser Fels, ist der Mensch orientierungslos und den heftigen Stürmen des Lebens hilflos ausgeliefert. Solche festen Orientierungspunkte wurden bis ans Ende des 20. Jahrhunderts von verschiedenen Institutionen geliefert. Das waren Kirchen, Parteien, Gewerkschaften oder auch Wissenschaftler und charismatische Politiker. Für gläubige Menschen waren es die Kirchen, allen voran die römisch-katholische Kirche, die mit ihrem Katechismus den Gläubigen feste Regeln vorgab, nach denen sie leben und arbeiten konnten.

