Der Nord-Stream-Prozess beginnt

Der Nord-Stream-Prozess beginnt

Der Nord-Stream-Prozess beginnt.Symbolbild
Der Nord-Stream-Prozess beginnt. Aber wer steht da eigentlich vor Gericht? Ist es ein Bauernopfer? (Symbolbild)

Liebe Leserinnen und Leser, der Nord-Stream-Prozess beginnt. Endlich hat man einen Mann gefunden, den man wegen der Nord-Stream-Sprengung vor Gericht stellen kann. Mag sein, dass er der Drahtzieher war, aber wer war eigentlich der Auftraggeber? Warum wird der vermeintliche Auftraggeber nicht öffentlich benannt, obwohl man inzwischen ziemlich sicher weiß, wer es war. Warum fließen noch immer Hunderte von Milliarden Steuergeld in die Ukraine, Geld das nun in Deutschland dringend fehlt?

Die Publizistin Dagmar Henn sagt dazu deutlich:

„Jetzt ist es also so weit, der nächste Akt des Märchentheaters beginnt vor dem Oberlandesgericht Hamburg. Angeblich wird dort der Anschlag gegen Nord Stream verhandelt. Und die ganze politische und mediale Berliner Truppe will diesen Terrorakt verschwinden lassen.“

Und sie fügt einen Spruch von Erich Kästner hinzu:

Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken.

Shakespeares Sommernachtstraum lässt grüßen

Es ist ein bisschen wie beim Sommernachtstraum von Shakespeare.  Eine Truppe von Handwerkern – Webern, Schreinern und Kesselflickern – probt ein Theaterstück und gerät damit in einen Ehekrach im Elfenkönigreich. Ähnlich ist es, wenn nun die Geschichte von der Andromeda und den Hobbytauchern auf die große juristische Bühne gestellt wird und der Generalbundesanwalt mal beweisen muss, dass er nicht nur jedes Nichts großzaubern, sondern auch einen echten Kriegsakt zum Produkt von Amateuren beweisen muss. Nur zwei der politischen Parteien in Deutschland fordern echte Konsequenzen. Die AfD argumentiert unterstützt vom BSW, dass das Geld dringend in Deutschland gebraucht wird: für Schulen, für Infrastruktur, zur Entlastung der Sozialkassen. Und es nach Überzeugung der Partei nicht in ein Land fließen soll, das mit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines für erheblichen wirtschaftlichen Schaden gesorgt hat.

Und auch ich stelle heute die Frage, warum wir ein korruptes Land mit Hunderten von Milliarden unterstützen, das einen Terrorakt auf eine wichtige Säule der Deutschen Infrastruktur begangen hat.

Die deutschen Leitmedien trauen sich ebenfalls nicht an die Wahrheit.

Der Generalbundesanwalt erhält reichlich Unterstützung von den deutschen Leitmedien, die alle noch immer kein Problem damit haben, dass eine solche Sprengung von Laien kaum möglich ist. Ein Tauchgang bis auf 70 bis 90 Meter, bei dem dann auch noch massive Sprengsätze angebracht werden mussten, benötigt Profi-Ausrüstung. Überhaupt scheint man es gerade zu bedauern, dass man nicht auf Oberon, den Elfenkönig, oder auf irgendwelche Außerirdische zurückgreifen kann, um die Sprengung der ökonomisch wichtigsten Pipeline Deutschlands zu erklären. Stattdessen müssen jetzt ein paar Ukrainer dafür herhalten. In Deutschland muss man nun das Kunststück hinbekommen, zu rechtfertigen, warum man die Ukraine dennoch mit deutschem Geld und deutschen Waffen vollstopft, anstatt sie wegen Kriegsverbrechen anzuklagen.

Wo die Wahrheit fehlt, ist Correctiv ganz vorne

Dafür wurde immerhin auch extra noch ein Buch geschrieben, von zwei deutschen Journalisten (einer davon mal Chefredakteur bei Correctiv, der öffentlich finanzierten Fantasy-Schreibwerkstatt). Darin wird betont, dass die jetzt angeklagten Ukrainer ganz und gar auf eigene Initiative gehandelt haben. Ganz ohne jeden Befehl, einfach mal eben so. Das wäre Saluschny gewesen und nicht Selenskyj. Und die CIA habe zwar davon gewusst, aber sei keineswegs daran beteiligt gewesen. Alle also ganz unschuldig. Auf der anderen Seite sekundiert dann ein Kriegstreiber wie Roderich Kiesewetter, der zu Prozessbeginn erklärte, das Problem sei gewesen, dass es die Pipeline überhaupt gegeben habe. „In jedem Fall ist es gut, dass diese Pipeline nicht mehr existiert, weil sie uns mehr geschadet hat als genutzt.“

Wer eine solche Aussage macht, zeigt damit, dass er Deutschland hasst und das Volk, das seine üppigen Bezüge bezahlt, verachtet.

Die Deutschen leiden stumm und Kiesewetter ist nach wie vor beliebt

Dagmar Henn meint dazu:

Leider stehen sie nicht vor dem Gerichtsgebäude, die entlassenen Automobilarbeiter, Stahlwerker, Glasbläser, Betonbauer. Das Schauspiel geht ungestört über die Bühne, als würde da tatsächlich irgendwer nach der Wahrheit suchen. Doch die Abrechnung kommt noch. Und mit jedem dieser Spektakel steigt der Preis, der eingefordert werden wird.

Und dem möchte ich mich anschließen.

Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat Spanien
Ihr Rainer Andreas Seemann

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