Prozente bekommen

Preis spielt keine Rolle — Hauptsache „Prozente“!

Wir haben Prozente bekommen

Liebe Leserinnen und Leser, kennen Sie diese Jubelschreie von Ihren Bekannten? Wir haben Prozente bekommen!

Man hört es immer wieder mal von Bekannten:
„Wir haben neue Möbel gekauft. Es war sagenhaft, wie viele Prozente wir bekommen konnten.“
Na ja, die Werbung im Radio ist tatsächlich vielversprechend. Wir wetten immer, wer in dieser Woche das höchste Prozentangebot abgibt. 20 oder 25 % sind normal. Manchmal gibt es obendrein die „Mehrwertsteuer geschenkt“, obwohl jedem klar sein müsste, dass kein Möbelhaus die Mehrwertsteuer verschenken kann.

Auch Möbelhäuser müssen Geld verdienen

Das Finanzamt hätte da sicher einiges dagegen. Es ist also ein Zusatzrabatt. Erst gehen die 25% runter und dann gibt es auf den verbleibenden Preis nochmals 19%. Da sind dann trotzdem noch 19% Mehrwertsteuer enthalten, die das Möbelhaus (abzüglich Vorsteuer) an das Finanzamt abführen muss. Soweit also alles klar, oder? Den Vogel abgeschossen in dieser Woche hat aber ein Möbelhaus in Bayern, das bis zu 70% Rabatt auf einzelne Stücke angeboten hat. Klar, das sind dann die Super-Ladenhüter, die man schon durch drei Inventuren durchgezogen hat. Ich bin sicher, dass es auch dafür Käufer gibt, die den Schrank zwar hässlich finden, aber wann bekommt man schon einmal 70%?

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Parteienverbote

Nach dem Willen der sogenannten Altparteien, darf es keine Opposition rechts von ihnen mehr geben.
Arme Demokratie, wohin entschwindest Du nur?

Parteienverbote gibt es bislang nur in Diktaturen oder in Ländern, die sich anschicken eine Diktatur zu werden. In demokratisch geführten Staaten gibt es das nicht. In einer wirklichen Demokratie entscheidet die Mehrheit der Menschen, die diese Staatsangehörigkeit besitzen, wer regiert und wer Opposition ist. Wenn nun eine Partei, die nur noch 13% der Wählerstimmen hat, die größte Oppositionspartei verbieten und dies mit allen Mitteln durchsetzen will, zeigt das doch nur, dass die Angst vor einer demokratischen Auseinandersetzung mit dieser (inzwischen nach einigen Umfragen stärksten) Partei immens groß sein muss.

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Erinnerungen an 1989 und danach

Der Fall des eisernen Vorhangs — ein toller Anfang mit einem unrühmlichen Ende

Erinnerungen an 1989 und danach

Ja, es waren sehr emotionale Jahre ab 1989. Erst der Fall der Mauer, dann ein Jahr später die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, die aber auch mit dem endgültigen Verlust der deutschen Ostgebiete verbunden war. Andererseits fiel auch der sogenannte „eiserne Vorhang“, der Europa in zwei Lager teilte und oft genug die Welt an den Rand eines dritten Weltkriegs geführt hatte. Die Sowjetunion fiel auseinander, der Warschauer Pakt, das östliche Gegenstück zur NATO, wurde aufgelöst und man konnte sich der Hoffnung hingeben, dass nun endgültig Frieden zwischen den beiden Blöcken herrschen würde.

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