Ist es schon soweit? Können wir mit dem Ende von Bas und Klingbeil rechnen?

Lars Klingbeil und Bärbel Bas.
Liebe Leserinnen und Leser,
die SPD ist sehr weit nach links gerutscht. Sie hat den Charakter einer Volks- und Arbeiterpartei längst verloren. Für manche SPD-Spitzen ist das aber noch nicht genug. In der SPD rumort es: Fliegen die Sozialdemokraten in Magdeburg aus dem Landtag, wird es eng für Bas und Klingbeil. Die Partei will weiter nach links – und Manuela Schwesig könnte bereitstehen, die Partei genau dorthin zu führen.
Die SPD ist schon weit links — manche wollen sie nun noch weiter nach links rücken
Im Windschatten von des Kanzlers desaströser Personalpolitik und dem Ärger in der Union übersieht man vielleicht den Großbrand bei der SPD. Es gibt in CDU und CSU viel Frust an der Basis. Aber auch das Poltern in der SPD ist inzwischen laut und deutlich zu hören.
Max Roland, Redakteur bei Apollo-News schreibt dazu in der Online-Ausgabe:
Offene Briefe, Rücktrittsforderungen, Rufe nach einer „Erneuerung“ der Partei: Für Lars Klingbeil und Bärbel Bas wird die Luft dünn. Die SPD performt miserabel in den Umfragen – INSA sieht sie in der jüngsten Erhebung bei 12 Prozent – und steht vor vorhersehbaren Niederlagen in Sachsen-Anhalt, aber womöglich auch in Berlin. Der Lackmustest wird Magdeburg: Fliegt die SPD dort aus dem Landtag, könnte die SPD insgesamt auseinanderfliegen.
Ministeramt und Parteivorsitz trennen — das fordern viele SPDler
Die Basis ist unzufrieden. Es gibt laute Forderungen nach Rücktritten. Die „Doppelbelastung“ Ministeramt und Parteivorsitz gefällt den Genossinnen und Genossen an der Basis nicht mehr. Sie fordern einen erkennbaren Kurswechsel.
Parteiführung und Regierungsamt seien nicht miteinander vereinbar: „Beides gleichzeitig auszuüben, wird weder den Anforderungen an die Regierungsverantwortung noch den Erwartungen an eine starke, selbstbewusste und unabhängige Sozialdemokratie gerecht“, schrieb der örtliche Parteichef Markus Kollmeier an die Adresse der Chefs. Eine glaubwürdige Erneuerung der Partei setze voraus, „dass diese beiden Rollen künftig wieder klar voneinander getrennt werden“.
In Bas steckt eine kaum getarnte Links-Populistin
Nun, es ist auch für mich kaum erkennbar, was die beiden denn überhaupt geleistet haben. Bärbel Bas hat mit Sicherheit kein einziges Fettnäpchen ausgelassen. Sie ist in alle getreten. Dabei entstand bei mir allerdings der Eindruck, dass tief im Herzen der Bärbel Bas eine Feindin der Wirtschaft ruht. Einige der Genossen bezeichnen sie sogar als „Sozialstaats-Stalinistin“. Und nun will die SPD noch weiter nach links? Will sie gar in den Feldern der Linkspartei wildern?
Lars Klingbeil ist eher konservativ
Lars Klingbeil dagegen gehört eher der „konservativen Mitte“ der SPD, dem Seeheimer Kreis an. Er gilt als Vermittler und Realpolitiker, der sich für eine „offene Mitte“ einsetzt, statt als ideologisch klarer Linker aufzutreten. Sein Problem ist ein ganz anderes. Er hat nie produktiv gearbeitet und ihm fehlt jede praktische Berufserfahrung. Er ist mit dem Amt als Finanzminister und Vizekanzler vollkommen überfordert. Und er steht auf der Abschussliste seiner linken Genossen, denen er zu konservativ ist.
Die SPD hat ihre Stammwähler fast vollständig an die AfD oder die Linke verloren
Man darf also gespannt sein. In Baden-Württemberg ist die SPD nur noch mit Glück im Landtag vertreten. In Sachsen-Anhalt fliegt sie eventuell ganz raus.
Die Frage ist, ob die SPD überhaupt noch gebraucht wird.
Mit lieben Grüßen aus meiner Wahlheimat SpanienIhr Rainer Andreas Seemann